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Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Staab!

Verehrte Kolleginnen und Kollegen,

hiermit beantragt die CDU – Fraktion den Tagesordnungspunkt

 

„Bewahrung der Schöpfung – Radolfzells konkrete Schritte zum Erhalt unseres Planeten“

auf die Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause zu nehmen.

Schon seit einigen Jahren – und nicht erst seit der letzten Wahl – beschäftigt sich die CDU-Fraktion mit den Themen Ökologie und Ökonomie. Zum Beispiel beantragten wir den Ausstieg der Stadtwerke und Stadt aus der Atomkraft binnen fünf Jahren in 20%-Schritten und dies noch vor der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011. Auch die Beteiligung der Stadt beim European Energy-Award wurde von der CDU-Fraktion beantragt und ebenso vom Gemeinderat gutgeheißen.

 

 

Anträge und Begründung

Erarbeitung eines Konzepts und Maßnahmenkatalogs für Radolfzell als Beitrag zur Stabilisierung unseres Planeten, insbesondere zum Klima-              und  Ressourcenschutz (Boden-, Gewässer- und Luftschutz).

 

Aktion 1000 Bäume für Radolfzell Als ersten realisierbaren Schritt beantragen wir binnen fünf Jahren mindestens 1000 Bäume auf dem Gebiet der Stadt Radolfzell zu pflanzen. Eine jüngst veröffentliche Studie „Wie Bäume das Klima retten können“ der ETH Zürich (Medienmitteilung vom 4.7.2019 im Anhang und Beitrag in Science publiziert) belegt, dass bei einer weltweiten Aufforstung auf einer Fläche von 0,9 Mrd. Hektar rund zwei Drittel der vom Menschen produzierten CO²-Emissionen gebunden werden könnten. 

 

Deshalb beantragen wir in dem Zusammenhang, dass

zum Beispiel auch wieder – wie ursprünglich versprochen – am Beginn der Mettnaustraße, im Abschnitt zwischen Scheffelstraße und dem Seebad, wenigstens wieder drei Kastanien gepflanzt werden. Die Straßensanierung brachte hier nur eine „Blechachse“. Hier fehlt ein wichtigstes Verbindungsstück zwischen der Kastanien-Reihe am See, Scheffelstraße und der nachfolgenden Mettnau-Straßenachse. Auch westlich des RC Undine waren einst zwei Weiden, die nach der Fällung vor einigen Jahren nie ersetzt wurden, die man ebenso nachpflanzen sollte, da sie den weniger schönen Westgiebel verdecken und zugleich die Platzsituation mit den Aussichtsbänken verschönern.

Außerdem beantragen wir, dass alle Bauwilligen in den neuen Baugebieten (Schafweide, Hübschäcker, Im Tal etc.) kostenlos von der Stadt einen ökologisch wertvollen Baum finanziert bekommen, mit der Auflage ihn zu pflanzen und zu erhalten.

 

Bienen-Initiative

Wir bitten bei der Konzepterstellung insbesondere den Schutz und die Förderung von Bienen in den Blick zu nehmen.

Wir bitten um eine Überprüfung, inwieweit auf Radolfzeller Gemarkung der Einsatz von Pestiziden und Insektiziden reduziert bzw. verboten werden könnte. Insbesondere das schädliche Glyphosat und vergleichbare Mittel sollten weder von der Stadt noch von Privat eingesetzt werden dürfen, bzw. höchstens unter streng begründeten Auflagen.

Weiterer Impuls: Auf den Friedhöfen könnten vermehrt bienenfreundliche Anpflanzungen vorgenommen werden. Statt "schwarzer Graberde" denken wir in Zusammenarbeit mit den Grabstätten-Inhabern und Friedhofsgärtnern an bienenfreundliche Stauden- und Blumenfelder, die den Waldfriedhof zusätzlich bereichern könnte und auch die Pflege der Stätten erleichtern würden.

 

 Antrag für eine Partnerschaft mit einer Gemeinde in einer gefährdeten Region - solidarisch sein im Sinne der "einen Welt"

 Radolfzell muss über den berühmten“ Kirchturm“ hinausschauen, global denken und handeln. Wir sollten uns neben Istres und Amriswil um eine Partnerschaft mit einer Gemeinde in einer gefährdeten Region, z. B. dem Amazonasgebiet, bemühen und diese beim Erhalt der natürlichen Ressourcen (Regenwald) und einer sozialverträglichen und ökologischen Nutzung ihres Gebietes unterstützen. Dies könnte über Partner-Institutionen in Radolfzell oder über den Landkreis geschehen, wie es die JU unlängst vorgeschlagen hat (GIZ, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit; Deutsche Entwicklungshilfe, andere erfahrene Organisationen…). Das gesellschaftliche Gefüge ist weltweit, wie die vielen Flüchtlingswellen z. B. in Lateinamerika und Afrika uns täglich vor Augen führen, ebenso stark gefährdet und wir sollten unseren Beitrag zur Stabilisierung leisten. Hilfe zur Selbsthilfe nutzt den Menschen in den gefährdeten Gebieten genauso wie der Umwelt.                                                                                                                                      

 

Mit freundlichen Grüßen CDU-Fraktion

B. Diehl, C. Stadler,  M. Gleich, H. Leiz           

S. Neumeir, L. Thum, H. Villinger                      

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